Rohgold / Gold Doré Barren / Edelmetale

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Gold gilt für viele Anleger als sicheres Investment, das insbesondere in Krisenzeiten verstärkt nachgefragt wird. Es dient in einer wirtschaftlichen Flaute vielfach als Inflationsschutz oder allgemein zur Diversifikation mit anderen, eher risikobehafteten Geldanlagen. Doch Gold ist nicht gleich Gold, denn wenn das Edelmetall den besonderen Ansprüchen als eiserne Reserve gerecht werden soll, muss es von hoher Reinheit sein.

Was ist Rohgold und wie wird es hergestellt?

In der Goldgewinnung wird grob zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden: Bei Goldnuggets handelt es sich um reines Gold, das sofort weiter verarbeitet werden kann. Doch die Zeiten der grossen Goldfunde liegen bereits viele Jahrzehnte zurück. Heutzutage wird Gold überwiegend durch den Abbau von erzhaltigem Gestein gewonnen – ein Prozess, der nicht nur langwierig, sondern auch aufwendig ist.

Das goldhaltige Erz wird häufig zunächst mit Stahlkugeln zermahlen und anschliessend per nass-chemischer Scheidung von Staub und Dreck befreit. Eine Waschung mit Königswasser, Salpetersäure oder chlorhaltiger Salzsäure löst die Edelmetalle von den unedlen Erzen. Schliesslich wird es durch Schmelzelektrolyse oder mithilfe von chemischer Extraktion ausgeschieden. Das so entstandene Industriegold wird durch Erhitzung verflüssigt und in Rechteckformen gegossen, die nach dem Herauslösen als Doré Barren bezeichnet werden. Darin enthalten sind jedoch noch andere edle Metalle wie Kupfer, Platin oder Silber. Der Goldanteil liegt daher nur bei etwa 80 Prozent. Damit ist dieses Rohgold als Anlageobjekt eher ungeeignet.

Um die Edelmetalle von einander zu trennen und reines Gold von bis zu 99.99 Prozent zu erhalten, müssen die Rohgoldbarren in verschiedenen Scheideprozessen weiter verarbeitet werden. Die gebräuchlichsten Verfahren sind eine Chlor-Reinigung (Miller-Verfahren genannt) oder das kostenintensivere Elektrolysebad (Wahlwill-Verfahren). Über Reinheit und Güte des Goldes wacht die London Bullion Market Association (LBMA). Die Organisation definiert die Standards für Good Delivery Barren. Nur Scheideanstalten, welche die hohen Anforderungen der LBMA erfüllen, werden in der Good Delivery List für gewissenhafte Hersteller geführt.

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Was sind Doré Barren?

Bei Doré Barren handelt es sich also bei weiten noch nicht um reines Gold, das dem Wert von Feingoldmünzen oder -barren entsprechen würde. Vielfach wird es auch als Industriegold bezeichnet oder als Minengold. Genau genommen ist es ein Vorprodukt aus Gold, das von spezialisierten Edelmetallaffinerien durch entsprechende Scheideverfahren zu Endprodukten verarbeitet wird.

Dennoch gelten Doré Ingots oder auch unformatiertes Rohgold als klassische Handelsware, die von Minenbetreibern vertrieben wird. Das standardisierte, aber unverarbeitete Rohgold wird in erster Linie von Scheideanstalten nachgefragt und ist nicht dazu vorgesehen, in den Endkundenmarkt zu gelangen. Im Edelmetallfachhandel ist es daher selten bis gar nicht zu finden. Goldinvestoren könnten Doré Barren somit allenfalls bei Gross- oder Zwischenhändlern erwerben. Es ist also Vorsicht vor unseriösen Kaufmöglichkeiten geboten.

Worin unterscheiden sich Rohgold und Goldgranulat?

Rohgold ist dagegen ein von Schmutz und unedlen Mineralien gereinigtes Erz, das in der Regel maximal aus 80 Anteilen Gold sowie weiteren Edelmetallen besteht. Während es sich bei Goldgranulat alternativ um ein Produkt für erfahrene Anleger handelt, ist Rohgold ausschliesslich ein industrielles Vorprodukt für Scheideanstalten.